Fünf Organe und Eingeweide (chinesische Darstellung)
Hallo ,
heute möchte ich meine Freude mit Dir teilen:

Meine Freude darüber, wie die Weisheitserfahrungen von Jahrtausenden sich mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden.
Und vor allem: dass dies möglich ist, ohne „Rechthaben“, Einordnung in „Richtig“ oder „Falsch“ oder sonstige Spaltungsphänomene, um Auf- oder Abwertung von Sichtweisen zu zementieren.

Immer wieder versuche ich in meinen Kursen, die auf Erfahrung beruhenden Erkenntnisse östlicher Weisheitswege, z.B. die der Traditionellen Chinesischen Medizin, zu vermitteln.
Es liegt mir dabei besonders am Herzen, dass wir diese Sichtweisen ins Heute übersetzen, entschlüsseln und zu einem tieferen Verständnis unserer selbst gelangen.
In der Praxis des Qigong finden wir zahlreiche Möglichkeiten, uns selbst unmittelbar zu erfahren, unsere Organe kennenzulernen, zu spüren und liebevoll zu pflegen. Meist werden wir erst auf unsere Organe aufmerksam, wenn sie sich melden, erschöpft, geschwächt oder erkrankt sind. Dann neigen wir dazu, sie schnell wieder „reparieren“ zu wollen, denn wir sind daran gewöhnt, dass sie für uns möglichst unauffällig und reibungslos funktionieren.
Dabei wissen wir recht wenig über unseren Körper und dessen „innere Landschaften“.

Die Chinesische Medizin hat sich aus dem Qigong entwickelt: diese alten Praktiken dienten der Einheit des Menschen mit Himmel und Erde. Qigong war die Medizin.
Harmonie und Einheit waren das Ziel und der Weg des Menschen: in Übereinstimmung mit der Natur zu handeln und zu sein. Inmitten der Natur zu (über-)leben, beste Bedingungen zu erhalten und zu pflegen, schädliche Einflüsse abzumildern oder sich wirkungsvoll davor zu schützen – so wurden Überleben und Fortbestand gesichert. Das Prinzip „Draußen Regen - ab in die Höhle!“, „Nachts kein Licht – nichts zu tun!“ waren in sich logisch - das ist Sein im Einklang mit der Natur, ganz minimalistisch erklärt.
Dies geschah in Dankbarkeit an die Wirkkräfte des Himmels und der Erde: die Erde, die die Nahrung hervorbrachte, der Himmel, der diese (durch Licht, Schatten, Regen etc.) wachsen ließ.
(Eine der ältesten klassischen Qigong-Übungen, der Kleine Himmlische Kreislauf, verkörpert dies: eine Verneigung vor Himmel und Erde.)

Davon sind wir inzwischen sehr weit entfernt.
Moderne Lebensbedingungen eröffneten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten – und so wurde „altes Wissen“ nicht mehr traditionell überliefert. Wir brauchen es nicht mehr, es erscheint uns fremd (denken wir) – und so fand eine sukzessive Abwertung dessen statt.
Wir kennen die Historie dieser systematischen Abwertung, ob als Verfolgung und Ermordung kräuterkundiger Frauen, astrologischer Weiser, der Verunglimpfung und Zerstörung heilpraktischer Kompetenzen, des Verbots Heiliger Zeremonien bis hin zur umfassenden Zerstörung jeglicher indigener Kulturen – und dies nicht nur in zurückliegenden „längst vergangenen Zeiten“ sondern bis ins aktuelle Zeitgeschehen hinein.

Zudem wurde das Denken über unseren Körper mechanistischer, funktionaler, als wäre er eine „Maschine“, die entsprechende Leistung hervorbringt und bedienbar ist. Tut er dies nicht, erleben wir ihn als „Feind“, seine Signale als eine gegen unsere Interessen gerichtete Kraft.
So wird unser Körper immer weiter reduziert auf seine Leistungserbringung, wir kontrollieren, optimieren und traktieren.
Und auch die gegenwärtige Medizin betrachtet diese „Maschine“ zumeist in Einzelteilen gemäß deren Funktionalität. Ist ein Knie kaputt, wird es (wenn wir Zugang zu dieser Art medizinischer Versorgung haben), repariert oder ausgetauscht. Es gibt Ersatzteile.
Um die Ursachen des Verschleißes kümmern wir uns wenig.

Und nun erlebe ich eine junge Frau, Ärztin und Wissenschaftlerin, begeistert Forschende und lebendig Erklärende, die diese Trennung und Abwertung aufhebt, in dem sie Ursachen und Zusammenhänge erforscht und neueste Erkenntnisse zurückverbindet, in die sogenannten „alten Weisheiten“.

Dr. Giulia Enders - vielen bekannt seit ihrem wunderbaren Buch „Darm mit Charme“ - begeistert mich mit ihrer Offenheit, ihrem Forscherinnengeist, ihrer Lebendigkeit und ihrem Verständnis für unseren Körper und dessen innerer Komplexität. Und sie belässt es nicht dabei, dies für sich selbst zu behalten, sondern teilt ihre Begeisterung mit uns.
Mit wunderbar anschaulichen und einfachen, nachvollziehbaren Beispielen erklärt sie uns unsere materielle Grundlage und komplexe physiologische Zusammenhänge humorvoll, verständlich, mit Staunen und sprühender Lebensfreude.

Ihr zuzuhören, lässt mein Herz hüpfen, bringt mich zum Lächeln und erfüllt mich mit großer Freude.

Ihre Offenheit und ihr Durchdringen der „Materie“ mit ihrem „Herzgeist“ verbindet sich für mich in das Verständnis von Körper-Seele-Geist und die angewandte Praxis des Qigong.

Wenn wir im Qigong von den Organen als Lebewesen sprechen und von Organ-Seelen, mit denen wir sprechen, uns verbinden und denen wir lauschen können, helfen wir allen Funktionen und Abläufen, wieder in Harmonie zu gelangen. Vor dem Üben bauen wir unserem System eine Brücke in die Entspannung und halten den Stress der Welt vom Nervensystem fern. Wir beruhigen und stärken unsere Organe gemäß ihrer Funktionen.
Wir verbinden uns mit unserer Körperweisheit und lernen die „Arbeit“ unseres Körpers wieder kennen, verstehen, schätzen und lieben.

Giulia Enders erklärt in ihren Büchern und Interviews auf sehr humorvolle Weise genau dies aus medizinischer Sicht, in bildhafter Sprache, und fügt diesem noch erhellende Zahlen und Fakten hinzu.

Ich teile ihre Begeisterung für all die körperlichen Wunder, die all-täglich in uns stattfinden.
Ich schmelze dahin, wenn ich ihr zuhöre, wieder ein bisschen mehr verstehe und eine Auffrischung bereits bekannter oder eine Anreicherung neuer Erkenntnisse erhalte.
Sie ermuntert uns, zurückzukehren in Wertschätzung und Verbundenheit, ins Innehalten und Lauschen.
So wie wir es bei jedem Üben tun.

Auf diese Weise werden wir für uns selbst in unserem körperlichen Sein begreifbar, verstehbar, nachvollziehbar.
Wir können in eine Beziehung zu unserem Körper treten, ihn neu sehen- und kennenlernen.
Wir können uns verbinden mit unserem So-Sein, das aus unzähligen unsichtbaren Funktionen und Abläufen besteht, rund um die Uhr, Tag für Tag, Nacht für Nacht - 24/7.

Durch diese Kenntnis werden wir wissend. Durch unsere unmittelbare Selbst-Erfahrung können wir dieses Wissen überprüfen, bestätigen oder erweitern.
Durch die Verbindung von Wissen, Erfahrung und Selbstbeobachtung werden wir weise.
Mit Weisheit gelingt uns Leben mit Tiefe, Liebe und Verstehen.

Dieses tiefere Verstehen verweilt nicht auf der Ebene des Wissens, der Rationalität, sondern verbindet sich stets mit dem fühlenden Sein.
Erst in dieser Verbindung wird Erfahrung lebendig, nachhaltig (oder Nachhall-tig), lässt unsere Kompetenzen wachsen und erweitert unsere Handlungs-Spielräume.

Für mich ist ihre Forschungsarbeit und deren Vermittlung an uns ein Lichtblick im Hier und Jetzt - aber auch ein Lichtblick in die Zukunft.
Sie stärkt meine Hoffnung auf ein Zusammenwachsen des Jahrtausende alten Weisheitswissens der Heilkundigen aller Zeiten und Orte mit den Erkenntnissen heutiger „moderner“ Wissenschaften.

In diesem Zusammenwachsen, in dieser friedvollen Verbindung sehe ich das immense Potenzial vielfältiger Heilung seine Wirkkräfte entfalten – zum Wohle aller.

Vielleicht können wir eines Tages zusammen niederknien und uns staunend vor Himmel und Erde niederwerfen – nicht aus Angst oder weil wir uns klein fühlen, sondern weil in dieser Niederwerfung ein großes Staunen, unsere Dankbarkeit und Liebe über unser eigenes Sein zum Ausdruck kommen kann.

Wenn Du Lust hast, Deine kostbare Zeit mit der bezaubernden Giulia Enders zu verbringen, ihr zu lauschen und Dich begeistern und berühren zu lassen, empfehle ich Dir ihre Bücher:
Zwei Bücher von Giulia Enders: "Darm mit Charme" und "Organisch"
oder den Podcast „Hotel Matze“ (auf YouTube):
https://www.youtube.com/watch?v=s6asGzLT1c8

Bei den Recherchen auf den gängigen Portalen wirst Du sicherlich auch noch einige andere Beiträge und Interviews von und mit ihr entdecken.

Ich wünsche Dir und uns dabei viele erkenntnisreiche, erleuchtende Momente.

Mögen wir unser Körperhaus mit Freude und Dankbarkeit, Liebe und Mitgefühl bewohnen.

Himmel-Erde-Mensch sind EINS. Körper-Seele-Geist sind EINS.
Von Herzen:
Sabine
stilles qigong | tian ai qigong
Sabine Jakob
Hermann-Löns-Str. 12b
30952 Ronnenberg
Tel.: 05108 – 876 94 57
E-Mail: sabine@qigong-stille.de
www.qigong-stille.de
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