Sonneneruption
Hallo !
Wie hast Du Dich in den letzten Tagen gefühlt?

Der Neumond am Sonntag, dem 18.01.2026 traf zusammen mit einer Sonneneruption – (Solar Flare) gefolgt von einem geomagnetischen Sonnensturm der Kategorie G4. Auf einer fünfstufigen Skala ist dies eine sehr hohe Intensität.
Eine Sonneneruption ist wie eine riesige Explosion auf der Sonne, bei der sehr viel Energie (Licht und Strahlung) auf einmal freigesetzt wird.
Heißes Gas (Plasma) und geladene Teilchen können ins All geschleudert werden. In diesem Fall wurde der sogenannte koronale Massenauswurf direkt Richtung Erde geschleudert. Er war sehr schnell (um etwa 1 000–1 200 km/s), trug ein starkes Magnetfeld und erreichte die Erde innerhalb von 1–2 Tagen. Die Teilchenwolke einer Sonneneruption braucht in der Regel 1 bis 3 Tage, bis sie die Erde erreicht.
Die starke Energieeinspeisung führte zu umfangreichen Strömen im Magnetfeld der Erde, was die spektakulären Polarlichter bis in mittlere Breiten und Störungen bei Funk und Satelliten begünstigte.
Zusätzlich wurden viele energiereiche Teilchen (Protonen) freigesetzt, wodurch ein starker Strahlungssturm im All entstand, der Raumfahrt und Satellitenbetrieb zusätzlich belastet hat.

Ich habe von dieser Eruption im Vorfeld nichts gewusst.
Am Wochenende bemerkte ich heftige und gleichzeitig subtile körperliche Irritationen.
Ich hatte zahlreiche unangenehme Phänomene: im Kopfbereich zeigte sich ein unangenehmer Druck, nach dem Essen hatte ich ein starkes Unwohlsein, es rumorte im Bauch, ich vertrug nur sehr geringe Mengen von Nahrung – selbst eine kleine Portion Kürbissuppe (ohne Sahne, vegan und leicht) konnte ich nicht gut verdauen.
Ein leichter Schwindel tauchte immer mal wieder auf, mir war eiskalt oder sehr heiß, ich war antriebslos und müde. Kurzum: Ich musste sehr langsam und achtsam bleiben, um meinen Körper immer wieder neu zu stabilisieren und zu schonen.
Dieser Zustand hielt etwa 3 Tage an.
Mein Forscheringeist war geweckt: Was ist da los?
Bei meinen Recherchen wurde ich schnell fündig. Glücklicherweise stehen uns heute umfassende, qualitativ hochwertige Informationen zur Verfügung. (siehe oben)

Mit diesen Informationen und für mich einleuchtenden Zusammenhängen forschte ich weiter, zuerst im Freund:innenkreis. Auch da gab es zahlreiche ähnliche Missempfindungen und Unwohlsein.
Weiter ging die Forschungsreise: Meine Nachfrage in den Kursen brachte eine Sammlung vielfacher Symptomanstiege ans Licht.
Sehstörungen („Ich hatte das Gefühl, ich brauche schon wieder eine neue Brille- ich sehe so unscharf!“), Eiseskälte („Dabei hatte ich es zuhause ganz warm, aber mir war ständig eiskalt!“), muskuläre Schwäche („Ich kam kaum noch die Treppe hoch, ich fühle mich wie 80!“), Verdauungsprobleme („Ich dachte, ich bekomme Magen-Darm!“) zusammen mit einer allgemeinen Erschöpfung – auch psychisch. Eine Teilnehmerin beschrieb eine Blutdruckentgleisung (und auch das Messgerät war nicht in der Lage, zu messen!), eine andere berichtete von einem Hämatom im Auge.
Zusammengefasst tauchte öfter der Satz „Es fühlte sich an, als würde ich krank werden, aber gleichzeitig auch ganz anders!“ auf.

Warum schreibe ich dazu einen Newsletter?

Im Qigong beschäftigen wir uns mit dem Konzept der Einheit von Himmel, Erde und Mensch. Das Universum ist der sogenannte Makrokosmos mit all seinen Phänomenen. Der Mensch ist der sogenannte Mikrokosmos, der diesem entspricht.
Phänomene im „Außen“ sind nicht getrennt vom „Innen“.
Was zwischen Himmel und Erde geschieht, hat eine unmittelbare Wirkung auf unser Inneres.

(Wer feinfühlig auf das irdische Wetter reagiert, kennt diese unmittelbare Erfahrung: Wetterwechsel kündigen sich oft mit Migräne und Kopfdruck an, Tief- oder Hochdruck spiegeln sich im Blutdruckgeschehen wider etc.)

Je besser wir diese Zusammenhänge verstehen, umso hilfreicher können wir für unser System wirken, damit es nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Einfach gesagt: Bei Regen greife ich zu Jacke oder Schirm, um trocken zu bleiben. Bei Kälte ziehe ich mich warm an, um nicht auszukühlen. Bei starker Sonne schütze ich meine Haut vor Verbrennungen. Solche Reaktionen auf äußere Einflüsse sind uns intuitiv vertraut.
Viele von uns schauen dafür vorher den Wetterbericht (oder in die WetterApp), um sich entsprechend anzupassen – es dient unserem Schutz und damit der Gesunderhaltung.

Mit den Einflüssen des kosmischen Wetters sind wir weniger vertraut.
Doch dieses hat – wie wir nun wissen – eine starke Wirkung auf unsere Erde und unseren Organismus.

Je nachdem, wie stabil oder geschwächt unser System aktuell ist, werden wir auf diese erhöhte Belastung reagieren.
Und zwar mit eben diesen unseren Schwachstellen.

Wenn unsere Milz gerade geschwächt ist, werden wir zum Beispiel mit Verdauungsanomalien oder Schwindel reagieren, wessen Leber gerade belastet ist, könnte z.B. Augenprobleme erfahren.
(Natürlich sind dies jetzt starke Vereinfachungen und keine „Diagnosen“. Alle körperlichen Symptomatiken bedürfen in jedem Fall einer tieferen, weitaus differenzierteren Betrachtung!)
Innerhalb der Einheit von Körper, Seele und Geist können wir gleichfalls auf der seelischen oder der mentalen Ebene reagieren: Wird ein angespanntes Nervensystem derart von der Sonne „befeuert“, kann es vielleicht keine Kapazitäten in Konfliktsituationen mehr aufbringen und es kommt zu Streit. Oder wir sind einfach „müde und erschöpft von der Welt“ und haben das Gefühl, nie wieder kraftvoll sein zu können.
Die Möglichkeiten unseres Organsystems, sich auszudrücken, sind vielfältig.

Doch meist bewerten wir derartige Phänomene als „persönliches Problem“ („Warum bin ich schon wieder so erschöpft?“). Die Einordnung in kosmisches Geschehen ist uns nicht vertraut, denn in unserer modernen Welt erleben wir uns getrennt von den Wirkkräften des Himmels und der Erde.
Vielleicht können diese intensiven kosmischen Einwirkungen und Erschütterungen uns die Erkenntnis, die Einsicht schenken, dass wir verbunden sind?

Die enorme und durch die Eruption erhöhte, vielvielfachte Kraft der Sonne, das Yang des Himmels, trifft auf unseren Winter-Körper, unser Erd-Yin. Große Kräfte wirken. Die Sonne befeuert unser ruhendes System – beleuchtet und aktiviert Ungleichgewichte in uns.

Damit energetisch umzugehen ist eine Kunst. Ein feines Ausbalancieren, uns selbst immer wieder ins Gleichgewicht bringen, ist deshalb sehr relevant für unsere Gesundheit, für unser Wohlbefinden, unsere Lebenskraft.
Ein Stärken der Bereiche, die geschwächt sind oder ein bewusstes Abschwächen der Kräfte, die uns ungünstig beeinflussen, ist unsere Aufgabe – und unsere Chance – wenn wir äußeren Einflüssen begegnen möchten.

Doch keine Angst und keine Sorge: Du bekommst jetzt hier keinen Link zum Erwerb eines Aluhutes. 😉

Wir kennen mit Qigong einen Weg, der uns immer wieder - ausgerichtet auf unsere jeweilige Verfassung – in die Ruhe, in die Mitte, in die Harmonie zu geleiten vermag.

Verstehen wir das Universum – den Makrokosmos –, verstehen wir uns selbst – den Mikrokosmos –, immer ein bisschen besser.

Und so sind wir äußeren Gegebenheiten nicht ausgeliefert, sondern können sie mit Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit und der Fähigkeit zu innerem Ausgleich, mit der Kraft der sich beim Üben bildenden Resilienz beantworten.

Ich hoffe, mit dem langsamen Abklingen der einströmenden Strahlung geht es Dir auch wieder besser. Unterstütze Dich mit Deiner Qigong und Achtsamkeitspraxis – oder ruhe einfach aus, so oft wie möglich.

Denn: „Nach der Sonneneruption ist vor der Sonneneruption.“

Ich freue mich, wenn Du durch das Praktizieren ausgleichender Qigong-Übungen immer wieder ins Gleichgewicht gelangen kannst.

Danke für Deine Aufmerksamkeit.

Danke, dass wir zusammen auf diesem Weg sind!
Von Herzen:
Sabine
stilles qigong | tian ai qigong
Sabine Jakob
Hermann-Löns-Str. 12b
30952 Ronnenberg
Tel.: 05108 – 876 94 57
E-Mail: sabine@qigong-stille.de
www.qigong-stille.de
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