Sonnenuntergang am Meer
Hallo !
Sei Dir selbst eine Insel. Ayya Khema

Jedes Jahr im November ziehe ich mich seit vielen Jahren auf eine Nordseeinsel zurück, um mich auf die letzten Wochen des Jahres vorzubereiten.
Denn im Dezember verdichten sich die Herausforderungen.

Wir kennen es vermutlich alle: eigentlich wollen wir am liebsten mit einer Wolldecke auf dem Sofa sitzen, Tee trinken, lesen, vielleicht Briefe schreiben oder kleine Geschenke basteln. Die Tage sind kurz, die Abende beginnen früh, wir benötigen mehr Schlaf.

Doch irgendwie ist immer was zu tun. Es fällt uns schwer, uns dem Aktionismus um uns (oder in uns) zu entziehen. Adventsfeiern, Weihnachtsfeiern, kleine Mitbringsel besorgen, Plätzchenbacken (zuckerfrei? glutenfrei?), Weihnachtspläne besprechen, Foto-Kalender erstellen, Geschenke kaufen (was wem?), Geschäftsabschlüsse („Dringend!“), Päckchen packen… die Liste ist lang. Und natürlich: das alles passiert zusätzlich zu unserem ganz normalen Alltagsprogramm.

Um dieser Fülle und Verdichtung mit innerer Ruhe und Gelassenheit begegnen zu können, ziehe ich mich in die Natur und Stille zurück und sammle mich.

Der Tag besteht aus wenigen Aktivitäten. Auch das innere Tempo verlangsamt sich grundlegend.

Die Weite der Natur, das oft stundenlange Schauen in den sich stetig verändernden Himmel, lange Spaziergänge am Meer mit dem Geräusch der Wellen und des Windes, das abendliche Betrachten des Feuers im Kamin verbunden mit meiner Meditations- und Qigongpraxis lassen mich leer werden.

Zu dieser angenehmen Leerheit gesellen sich alsbald innere Ruhe, Weite und Stille.

An einem Abend am Strand entstand dieses Foto (oben). Es ist unglaublich, oder? Und es ist nicht von einer KI erstellt oder nachbearbeitet. Kein Filter.

Eine schlichte Ablichtung dieses Augenblicks. Eine Momentaufnahme.

Für mich ist es eine wundervolle Metapher für die Möglichkeit, sich in den weiten Raum zu stellen und da zu sein.

Himmel - Erde - Mensch sind EINS.

Für diesen Moment des Seins als Mensch benötigen wir nicht viel.

Wir können jederzeit, an jedem Ort DA sein, die Erde unter den Füßen, den weiten Himmel über uns. Zugegeben: Stille Orte in der Natur sind durchaus unterstützend.

Mit weichen Atemzügen können wir uns selbst in diesen Zustand der Entspannung begleiten.

Entspannung ist wie ein weites, geglättetes, stilles Feld, in dem Raum entsteht für Ausdehnung, Loslassen, Gemächlichkeit. Ist dieser Raum erst einmal entstanden, reichert er sich an mit Frieden, stiller Freude, Wärme und Kraft.
Auf diese Weise bildet sich Präsenz von allein: wenn wir den Raum dafür bewusst öffnen – und halten.

Und so entsteht in und um uns eine Insel aus Licht und Stille.

(Vielleicht können wir nicht in jedem Moment in diese tiefe Ruhe gelangen und Stille finden.
Doch wir können uns mit jedem Innehalten daran erinnern.
Durch jede bewusste Erinnerung wird das Qi der realen Erfahrung in uns erneut aktiviert und es flutet das Nervensystem mit dieser Information: weit, klar, still und leer.
)

Wir stehen kurz vor der Wintersonnenwende und der Heiligen Nacht.

Suchen wir uns einen Ort mit freier Sicht zum Himmel.
Heben wir den Blick. Verbinden wir uns mit der Weite des Universums. Atmen wir.

Lassen wir die inneren Räume weit und still werden. Öffnen wir die Herzenstür.

Du bist hier. Du bist jetzt. Du bist gesegnet.
Du bist der Schatz von Himmel und Erde.

Der Kosmos mit all seinen Geheimnissen und Wundern schaut uns an und lächelt.

Lächeln wir zurück?

Ich wünsche Dir gesegnete Tage und Nächte in dieser einzigartigen Zeit.

Sei Dir selbst eine Insel.
Von Herzen:
Sabine
stilles qigong | tian ai qigong
Sabine Jakob
Hermann-Löns-Str. 12b
30952 Ronnenberg
Tel.: 05108 – 876 94 57
E-Mail: sabine@qigong-stille.de
www.qigong-stille.de
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